Unica Zürn, Schriftstellerin

Unica Zürn (1916-1970) ist hauptsächlich als Schriftstellerin bekannt. Ihre Kindheit war geprägt durch ihren Vater Ralph Zürn, einen Berufsoffizier. Unica besuchte das Gymnasium, jedoch ohne die Reifeprüfung  abzulegen. Später arbeitete sie bei der UFA-Film in Berlin, zuerst als  Archivarin, danach als Dramaturgin für Werbefilme. 1942 heiratete sie und hatte zwei Kinder aus dieser 1949 geschiedenen Ehe. Unica bestritt danach ihren Lebensunterhalt als Verfasserin von Geschich-ten für Berliner Zeitungen. Sie gehörte bald  den bekannte-sten Künstlerzirkeln der Stadt an.

1953 lernte sie den bildenden Künstler Hans Bellmer ken-nen, mit dem sie eine enge Beziehung verband. Sie ging mit ihm nach Paris und begann zu  zeichnen. 1959 stellte sie bei der “documenta” in Kassel, Abteilung Grafik, aus. Anfang der 1960-er Jahre trat bei ihr eine paranoide Schizophrenie zu-tage. Immer wieder wurde sie in psychiatrischen Kliniken be-handelt. Nach einer kurzen  Besserung ihres Zustandes setz-te sie ihrem Leben im Oktober 1970 selbst ein Ende.

Ihr Schaffen bezog sich auf Aphorismen und einige Romane, etwa wie Der Mann im Jasmin.  Aktuell ist eine Renaissance ihrer Arbeiten festzustellen, indem viele  ihrer Werke neu aufgelegt wurden. Es entstand auch ein  Ein-Personen-Thea-terstück über ihr Leben, in dem Auszüge aus ihren Texten eingefügt wurden.